P A R K O U R   und  F R E E R U N N I N G


 

 

 

Parkour / Freerunning / Art du Déplacement

 

 

 

In Anlehnung an ÖPFV definieren wir Parkour, Freerunning und/oder Art Du Déplacement als physische Trainingsdisziplin, die die Möglichkeit fördert sich frei und ungehindert durch/über jegliches Terrain zu bewegen. Dabei wird lediglich der eigene Körper durch Laufen, Springen, Klettern und Quadrupedal Movement (Bewegung auf allen Vieren) genutzt. In der Praxis fokussiert der Sport jene fundamentalen Attribute die dem Körper diese Form der Bewegung ermöglichen. Kraft und Fitness, Balance, räumliche Wahrnehmung, Agilität, Koordination, Präzision, Kontrolle und vor allem ein kreativer Blick auf seine direkte Umgebung sind nur einige dieser Attribute.

 

 

 

Es ist ein Sport, der auf die Bildung von Persönlichkeitswerten wie Selbstbewusstsein, Entschiedenheit, Selbstvertrauen und dem Übernehmen von Verantwortung für das eigene Handeln zielt. Weitere in der Person verankerte Werthaltungen wie Bescheidenheit, der Respekt für andere, sich selbst und seine Umgebung, Gemeinschaftsdenken, ein Wille Neues zu entdecken und dem Wahren der eigenen Sicherheit zu jedem Zeitpunkt sind zentral und werden durch die Ausübung des Sportes gefördert.

 

 

 

Diese Definition entspricht einer an „Sport“ angelehnten Definition und beschreibt nicht die Disziplin und/oder die Philosophie als Ganzes.

 

 

 

Neben der Sportdefinition ist Parkour, Freerunning und/oder Art Du Déplacement eine Methode physischen Trainings, die es ermöglichen soll Hindernisse physischer aber auch mentaler Natur zu überwinden. Darunter liegt eine Philosophie die von Altruismus, Nachhaltigkeit, der Weiterentwicklung und dem Verständnis des Selbst geprägt ist.

 

 

 

Entwicklung der Sportart

 

 

 

Kurzer Überblick

 

 

 

Zu versuchen jenen Punkt ausfindig zu machen an dem Parkour entstanden ist, ist ungefähr so schwierig wie herauszufinden wann der Mensch zum ersten Mal gesprungen ist. Hier findet ihr eine kurze Geschichte von Parkour.

 

 

 

Parkour hat seine Wurzeln in drei kleinen Pariser Vororten (Evry, Sarcelles und Lisses), wo eine Gruppe junger Menschen durch den Kerngedanken sich ständig neuen Herausforderungen zu stellen zusammengeschweißt wurde. Es ist weitestgehend anerkannt das 9 Mitglieder dieser Gruppe eine Disziplin gegründet haben, die in dieser Form immer noch praktiziert wird – l’art du déplacement oder auch „Die Kunst der Fortbewegung„.

 

 

 

Diese Gruppe nannte sich Yamakasi, ein Wort das aus dem ursprünglichen Lingala (kongolesischer Dialekt) übersetzt „Starker Körper, starker Geist“ bedeutet.

 

 

 

Der Begriff „Parkour“ (der sich von Parcours, ableitet) ist durch den Einfluss von Raymond Belle, dem Vater einer der Yamakasi (David Belle) geprägt. Raymond hatte David in die Trainingsmethodik von Georges Hébert eingeführt, ein Pionier auf dem Gebiet der militärischen Trainingsmethodik, der u.a. einen großen Einfluss auf die Entwicklung des klassischen Turn- und Sportunterrichtes in Frankreich hatte. „Parkour“ als Begriff wurde von David’s Freund, Hubert Kounde vorgeschlagen.

 

 

 

Die Yamakasi wurden als Wilde betrachtet, ihr Training jedoch war alles andere als wild, denn es fokussierte neben Kraft und Ausdauer auch ein hohes Maß an Präzision und Kontrolle. Als nach und nach physische Grenzen ausgetestet und erweitert wurden, wurden die Medien auf die Yamakasi aufmerksam.

 

 

 

2003 wurde die Doku „Jump London“ ausgestrahlt, die u.a. Sébastien Foucan, Mitglied der Yamakasi (und späterer Bond Bösewicht) sowie die Brüder Vigroux beinhaltete. In der Doku zeigten diese jungen Männer Parkour an manchen der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Londons. Um dem englischsprachigen Publikum verständlich zu machen was Parkour genau ist wurde als direkte Übersetzung das Wort „Freerunning“ eingeführt.

 

Seitdem ist Parkour explodiert. Man denke nur an all die Kinofilme, Videospiele oder Musikvideos.

 

 

 

 

 

TeamUnleashed   

 

 

 

 

 

Der Gedanke von unserem Team Unleashed ist, sich aus der Komfortzone zu begeben um sich zu „entfesseln“. Jeder Mensch hat ein Fundament, dass von fünf Säulen gestützt wird. Um zu wachsen, sollte man an diesen fünf Pfeilern regelmäßig arbeiten.

 

                                 

 

 

 

                         das Physische                   das Mentale                 das Emotionale              

 

 

 

                        das Spirituelle                         das Gemeinsame 

 

 

 

 

 

Oder anders gesagt Körper, Verstand, Gefühle, Glaube (an sich selbst) und Freunde. Das regelmäßige Arbeiten an diesen Aspekten hilft einem dabei, im Gleichgewicht zu bleiben.

 

 

 

Sport im allgemeinen und in unseren Fall Parkour eignet sich ideal mit seiner Philosophie und Ausübung zur Verbesserung dieser fünf Punkte.

 

 

 

Vor allem aber haben wir Spaß an der Bewegung und wollen das hier mit euch teilen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Stand: Januar 2020